Thema: Kennenlernen des Körperaufbaus, -funktionen und dessen Geräusche
Mit
alten Medien (Primärmedien), Stiften, Malpapier, etc., aber auch neuen Medien
(Sekundär- und Quartärmedien), Computer, Diktiergerät, CD, Drucker, Scanner und
Fotoapparat.
Projektidee: Anlass für das nachstehende Projekt war,
die wiederholten fäkalen Ausdrücke, mit denen sich die Kinder untereinander
beschimpften (z.B.:“ Du bist Kacke!“). Auf unsere Frage, was „Kacke“ ist,
konnten sie aus Unwissenheit nicht Antworten. Also wurde unser Projekt. „Körper –aufbau,-funktion und dessen Geräusche“.
Die
Kinder lernen unter Einbezug alter und neuer Medien, wie der Körper aufgebaut
ist und wie er funktioniert. Daraus wird zum Abschluss ein Memory erstellt.
Zielgruppe: Kinder nichtdeutscher
Herkunftssprache
im Alter
von 5 - 7 Jahren
Zeitrahmen: Februar 2013 bis Ende März 2013
(mehrmals wöchentlich)
Medienpädagogische
Zielsetzungen:
o Umgang mit dem Smartboard, Computer, Diktiergerät,
und Digitaler Kamera sowie Scanner erlernen
o sprachliche Förderung durch den
gezielten Einsatz von
Medien,
vertraut machen mit
der eigenen Stimme auf
dem Diktiergerät
und dem Computer
o kennenlernen des Bildaufbaus sowie der
Bildbearbeitungssoftware
Durch
die Arbeit am Smartboard und anderen Medien (z.B.: Fotoapparat, Diktiergerät,
Laptop etc. ..) orientiert sich die Aufgabenverteilung an den unterschiedlichen
Kompetenzen der Kinder, was dazu beiträgt, dass eine erfolgreiche Durchführung
stattfinden kann und ein größeres Maß an sozialer Integration gewährleistet
ist. Dies ist auch relevant für eine direkte Förderung der sprachlichen
Kompetenz.
Gerade
durch die Arbeit am Smartboard, sind die Ergebnisse für die Kinder gleich
sichtbar und nachvollziehbar.
Projektziele waren unter
anderem:
- Medienkompetenz
- Kraftdosierung durch das Arbeiten am Smartboard
- Sprachkompetenz (Wortschatzerweiterung, durch kennenlernen neuer Begriffe)
- Handlungsabläufe im und am Körper verstehen
- vertraut machen mit den eigenen Sinnen (visuelle und auditive Wahrnehmung)
- durch immer wiederkehrende Fragen, die Merkfähigkeit stärken
- Gefühle für den eigenen Körper aufbauen
- Kreativität entwickeln
Projektablauf:
- Unterhaltung über den Körper allgemein (Wissensstands Abfrage)
- Welche Körperteile gibt es und welche Funktionen haben diese (Wir spezialisierten uns unter anderem auf die Essenszufuhr und den Darm. Aus gegebenen Anlass.)
- Auf einem großen Plakat, haben wir die Umrisse von einem Kind nachmalen lassen und die Kinder mussten die umrissenen Körperteile, die zu erkennen waren, benennen.
- Die Kinder sollten versuchen, die Körperteile in ihrer Muttersprache zu benennen
- Dazu haben wir das Buch “Mein Körper" hinzugezogen, damit die Kinder ein Bild vom Innenleben des Körpers bekommen. Sowie das Buch „Conni beim Arzt“.
- Wir haben Entspannungsübungen durchgeführt und ein Lied dazu geübt
- Mit Kastanien den Körper umrandet
- Immer wieder im Morgenkreis darüber gesprochen
- Wir fingen an, über Ernährung zu reden und wo das Essen bleibt und was „Kacke“ eigentlich bedeutet
- Dann wurde das Smartboard hinzugezogen
- Es wurden Bilder aus dem Internet gezogen, damit die Vorstellungskraft der einzelnen Körperteile nachvollziehbar ist.
- Geräusche wurden selbst produziert oder aus dem Internet gezogen (z.B.: „Geräusch des Darms!“)
- Die Bilder und Geräusche am Smartboard wurden sortiert und bearbeitet (geschnitten)
- Mit einem Stethoskope die Geräuschquellen des Körpers abgehört und Geräusche erzeugt (z.B.: Husten, Schlucken, Niesen, Stimmlaute…)
- Die ausgewählten Bilder ausgedruckt und Laminiert
- Auf die Karte mit dem Geräusche Modul geklebt
- Das Geräusch auf die Karte überspielt
- Und zu guter Letzt spielten wir damit und hatten Spaß
| Bildersuche für das Memory |
| Erstellen des Memory |
| Ein erster Treffer! |
| Schon drei Paare! |
Resümee:
Hauptgedanke
des Projektes war, die Kinder in ihrer Sprachentwicklung und Sozialkompetenz zu
fördern, da sie deutlich Defizite aufweisen. Außerdem sollten die Kinder an den Umgang mit neuen Medien herangeführt
werden. Hierbei können die Kinder sehr gut partizipieren.
„Man
kann nur lernen mit Motivation! Man kann nicht gelernt werden!“
Lerninteresse
durch die Motivation der Kinder war vorhanden. Sie haben ein gutes Lernziel und
einen guten Lerninhalt durch ihr Interesse angestrebt.
Die
Kinder in unserer Einheit haben gelernt respektvoller miteinander umzugehen und
nicht mit unpassenden Worten um sich zu Werfen.
Sie
haben ein Gefühl für ihren Körper und dessen Funktionen entwickelt. Wir hatten
bei dem Erzeugen von Geräuschen sehr viel Spaß.
Die Kinder haben gelernt mit Medien Verantwortungsbewusster umzugehen.
Gerade
durch das Smartboard konnten die Kinder gleich ihre Ergebnisse sehen und hören
und hatten damit Erfolgserlebnisse.
Auf
verschiedene Weise konnten die Kinder gelerntes Dokumentieren.
Sie
verinnerlichten, dass man mit Bildern und Sprache Anderen sein eigenes Wissen
vermitteln kann und welche Wege dazu benötigt werden. Die Kinder lernten dabei
unterschiedliche Medien selbständig zu nutzen: Umgang mit dem digitalen
Fotoapparat, Maus, Diktiergerät, Drucker, Speicherkarte, Internetstick,
Aufnahmemodul und Fotos aus dem Internet zu downloaden.
Durch die Koorperations- und Koordinationsfähigkeit wurde
das gesamte Arbeiten miteinander gestärkt.
Sie
waren mit Ausdauer und Konzentration dabei, gingen in den Dialog und
entwickelten ein Gruppengefühl.
Durch
die immer wieder auftauchenden Fragen, wird die Sprachförderung in Verbindung
mit der Wortschatzerweiterung (erlernen neuer Begriffe) intensiviert.
Leider
ließ uns zum Schluss unserer Drucker und der Drucker vom Meredo im Stich, so
dass wir erst einmal nur einen Teil ausdrucken konnten.
Sobald
neue Druckerpatronen angekommen sind, wird der Rest ausgedruckt und das Memory
fertig gestellt.
Manchmal
war die Reaktion vom Smartboard etwas verlangsamt. Aber ich möchte einen
Bedienungsfehler nicht ausschließen. Leider haben wir oft vergessen die
einzelnen Arbeitsschritte zu speichern. Das muss noch mehr verinnerlicht werden
von uns.
Wir
freuen uns auf das nächste Projekt mit dem Smartboard.
Praxisprojektentwurf
von: Gabriele Guidara, Birgit Karg,
Sabine Opitz
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