Dienstag, 27. August 2013

Körpergeräusche - Memory mit Hilfe vom Smartboard


Thema: Kennenlernen des Körperaufbaus, -funktionen und dessen Geräusche

Mit alten Medien (Primärmedien), Stiften, Malpapier, etc., aber auch neuen Medien (Sekundär- und Quartärmedien), Computer, Diktiergerät, CD, Drucker, Scanner und Fotoapparat.

Projektidee: Anlass für das nachstehende Projekt war, die wiederholten fäkalen Ausdrücke, mit denen sich die Kinder untereinander beschimpften (z.B.:“ Du bist Kacke!“). Auf unsere Frage, was „Kacke“ ist, konnten sie aus Unwissenheit nicht Antworten. Also wurde unser Projekt. „Körper –aufbau,-funktion und dessen Geräusche“.

Die Kinder lernen unter Einbezug alter und neuer Medien, wie der Körper aufgebaut ist und wie er funktioniert. Daraus wird zum Abschluss ein Memory erstellt.

Zielgruppe:               Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache           
                                          im Alter von  5 - 7 Jahren

Zeitrahmen:             Februar 2013 bis Ende März 2013 (mehrmals wöchentlich)

Medienpädagogische Zielsetzungen:
             
                            o          Umgang mit dem Smartboard, Computer,  Diktiergerät, 
                                        und Digitaler Kamera sowie Scanner erlernen

                            o          sprachliche Förderung durch den gezielten Einsatz von
                                        Medien, vertraut  machen  mit  der  eigenen Stimme auf
                                        dem Diktiergerät und dem Computer

                            o          kennenlernen des Bildaufbaus  sowie der
                                        Bildbearbeitungssoftware

Durch die Arbeit am Smartboard und anderen Medien (z.B.: Fotoapparat, Diktiergerät, Laptop etc. ..) orientiert sich die Aufgabenverteilung an den unterschiedlichen Kompetenzen der Kinder, was dazu beiträgt, dass eine erfolgreiche Durchführung stattfinden kann und ein größeres Maß an sozialer Integration gewährleistet ist. Dies ist auch relevant für eine direkte Förderung der sprachlichen Kompetenz.
Gerade durch die Arbeit am Smartboard, sind die Ergebnisse für die Kinder gleich sichtbar und nachvollziehbar.

Projektziele waren unter anderem:

  • Medienkompetenz
  • Kraftdosierung durch das Arbeiten am Smartboard
  • Sprachkompetenz (Wortschatzerweiterung, durch kennenlernen neuer Begriffe)
  • Handlungsabläufe im und am Körper verstehen
  • vertraut machen mit den eigenen Sinnen (visuelle und auditive Wahrnehmung)
  • durch immer wiederkehrende Fragen, die Merkfähigkeit stärken
  • Gefühle für den eigenen Körper aufbauen
  • Kreativität entwickeln
                                     
 Projektablauf:

  • Unterhaltung über den Körper allgemein (Wissensstands Abfrage) 
  • Welche Körperteile gibt es und welche Funktionen haben diese (Wir spezialisierten    uns unter anderem auf die Essenszufuhr und den Darm. Aus gegebenen Anlass.)
  • Auf einem großen Plakat, haben wir die Umrisse von einem Kind nachmalen lassen und die Kinder mussten die umrissenen Körperteile, die zu erkennen waren, benennen. 
  • Die Kinder sollten versuchen, die Körperteile in ihrer Muttersprache zu benennen 
  • Dazu haben wir das Buch “Mein Körper" hinzugezogen, damit die Kinder ein Bild  vom Innenleben des Körpers bekommen. Sowie das Buch „Conni beim Arzt“.
  • Wir haben Entspannungsübungen durchgeführt und ein Lied dazu geübt
  • Mit Kastanien den Körper umrandet
  • Immer wieder im Morgenkreis darüber gesprochen
  • Wir fingen an, über Ernährung zu reden und wo das Essen bleibt und was „Kacke“ eigentlich bedeutet
  • Dann wurde das Smartboard hinzugezogen
  • Es wurden Bilder aus dem Internet gezogen, damit die Vorstellungskraft der einzelnen Körperteile nachvollziehbar ist.
  • Geräusche wurden selbst produziert oder aus dem Internet gezogen (z.B.: „Geräusch des Darms!“)
  • Die Bilder und Geräusche am Smartboard wurden sortiert und bearbeitet (geschnitten)
  • Mit einem Stethoskope die Geräuschquellen des Körpers abgehört und Geräusche erzeugt (z.B.: Husten, Schlucken, Niesen, Stimmlaute…)
  • Die ausgewählten Bilder ausgedruckt und Laminiert
  • Auf die Karte mit dem Geräusche Modul geklebt
  • Das Geräusch auf die Karte überspielt
  • Und zu guter Letzt spielten wir damit und hatten Spaß






Bildersuche für das Memory

Erstellen des Memory
Ein erster Treffer!
Schon drei Paare!



                                               



Resümee:

Hauptgedanke des Projektes war, die Kinder in ihrer Sprachentwicklung und Sozialkompetenz zu fördern, da sie deutlich Defizite aufweisen. Außerdem sollten die Kinder  an den Umgang mit neuen Medien herangeführt werden. Hierbei können die Kinder sehr gut partizipieren.

„Man kann nur lernen mit Motivation! Man kann nicht gelernt werden!“

Lerninteresse durch die Motivation der Kinder war vorhanden. Sie haben ein gutes Lernziel und einen guten Lerninhalt durch ihr Interesse angestrebt.

Die Kinder in unserer Einheit haben gelernt respektvoller miteinander umzugehen und nicht mit unpassenden Worten um sich zu Werfen.
Sie haben ein Gefühl für ihren Körper und dessen Funktionen entwickelt. Wir hatten bei dem Erzeugen von Geräuschen sehr viel Spaß.
Die Kinder haben gelernt mit Medien Verantwortungsbewusster umzugehen.
Gerade durch das Smartboard konnten die Kinder gleich ihre Ergebnisse sehen und hören und hatten damit Erfolgserlebnisse.
Auf verschiedene Weise konnten die Kinder gelerntes Dokumentieren.
Sie verinnerlichten, dass man mit Bildern und Sprache Anderen sein eigenes Wissen vermitteln kann und welche Wege dazu benötigt werden. Die Kinder lernten dabei unterschiedliche Medien selbständig zu nutzen: Umgang mit dem digitalen Fotoapparat, Maus, Diktiergerät, Drucker, Speicherkarte, Internetstick, Aufnahmemodul und Fotos aus dem Internet zu downloaden.
Durch die Koorperations- und Koordinationsfähigkeit wurde das gesamte Arbeiten miteinander gestärkt.

Sie waren mit Ausdauer und Konzentration dabei, gingen in den Dialog und entwickelten ein Gruppengefühl.
Durch die immer wieder auftauchenden Fragen, wird die Sprachförderung in Verbindung mit der Wortschatzerweiterung (erlernen neuer Begriffe) intensiviert.
Leider ließ uns zum Schluss unserer Drucker und der Drucker vom Meredo im Stich, so dass wir erst einmal nur einen Teil ausdrucken konnten.
Sobald neue Druckerpatronen angekommen sind, wird der Rest ausgedruckt und das Memory fertig gestellt.
Manchmal war die Reaktion vom Smartboard etwas verlangsamt. Aber ich möchte einen Bedienungsfehler nicht ausschließen. Leider haben wir oft vergessen die einzelnen Arbeitsschritte zu speichern. Das muss noch mehr verinnerlicht werden von uns.
Wir freuen uns auf das nächste Projekt mit dem Smartboard.



Praxisprojektentwurf von:  Gabriele Guidara, Birgit Karg, Sabine Opitz


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