Montag, 7. November 2011

Kita Martin-Albertz-Haus

DIGITALES KINDERBUCH

Vom 19.9. – 14.10.2011 hatten wir in unserer Kita ein SMART Board zur Verfügung. Das SMART Board stand in der Gruppe unserer älteren Kinder, den Wuppis. Eigentlich wollten wir das SMART Board immer nach dem Benutzen zur Seite stellen, damit die Kinder mehr Platz zum Spielen haben. Schnell merkten wir jedoch, dass das SMART Board viel häufiger benutzt wurde, als ursprünglich gedacht und wir ließen das Board und den Beamer an seinem Platz. Die Kinder spielten immer um die Technik herum und auch die wildesten Kinder waren vorsichtig und gingen nur nach Absprache an das SMART Board.  

Vorgenommen hatte ich mir mit unseren älteren Kindern eine Geschichte am SMART Board zu gestalten. In den ersten zwei Wochen war für die Kinder jedoch das Malen am SMART Board das Wichtigste. In dieser Zeit waren auch häufig die jüngeren Kinder unserer Kita am SMART Board beschäftigt.  Auch dreijährige Kinder fanden sich schnell im Malprogramm zurecht und hatten viel Spaß dabei.

Nachdem die Kinder und wir Erwachsenen gelernt haben, uns am SMART Board zurechtzufinden, bat ich die Kinder ihre Gesichter zu malen und ihren Namen dazu zu schreiben. Als nächsten Schritt haben die Kinder sich gegenseitig fotografiert. Die Kinder, die ihre Adresse bereits konnten, durften ins Mikrofon Name, Alter und Adresse sprechen. Der Anreiz, die eigene Adresse zu lernen, war dadurch sehr groß. Dann wurde alles miteinander verknüpft und fertig war unser erstes kleines Projekt. Im Morgenkreis haben wir uns dann die gemalten Gesichter angeschaut und anhand der verknüpften Fotos und Töne überprüft, ob wir das Kind erkannt haben.

Im Anschluss daran begann unser Projekt „Geschichtenwerkstatt“.  Die Kinder überlegten sich, welche Begriffe in ihrer Geschichte vorkommen sollen. Diese Begriffe schrieb ich an das SMART Board. Die Kinder überlegten sich dann eine Geschichte, in der all das vorkam. Diese Geschichte schrieb ich ebenfalls auf. Im Anschluss daran, wurden zu jedem Satz Bilder gemalt. Diese Bilder wurden von anderen Kindern gemalt, so dass alle Kinder der Gruppe beteiligt waren. Der gesamte Prozess hat ungefähr eine Woche benötigt. Im Anschluss daran haben die Kinder ihre Geschichte anhand der Bilder selbst gelesen. Die Geschichte wurde für jedes Kind ausgedruckt und die Kinder konnten dann zuhause ihren Eltern ihre eigene Geschichte vorlesen. Diese Geschichte hat bei den Kindern eine große Bedeutung. Die Eltern bestätigten mir, dass die Kinder sie auch zu Hause regelmäßig anschauen und ihren Eltern vorlesen.

Zusätzlich zu diesen beiden Projekten habe ich mit dem SMART Board eine Elternvertretersitzung gestaltet.

In diesen vier Wochen hat das SMART Board eine große Bedeutung für Kinder und Erzieherinnen gehabt. Es wurde täglich benutzt und Kinder aller Gruppen fragten regelmäßig danach, wann sie es wieder benutzen dürften. Am Anfang waren die Kinder recht unsicher. Im Laufe der Zeit gewannen sie aber zunehmend  an Sicherheit und waren in der Lage, das Malprogramm eigenständig zu bedienen. Wir Erwachsenen haben in dieser Zeit mehr Sicherheit mit dieser Technik bekommen und würden uns freuen, dass SMART Board noch öfter nutzen zu können. In einem nächsten Projekt würden wir uns gerne mit Zahlen und Mengen am SMART Board beschäftigen.

 Sabine Koß 

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(Kitaleiterin)

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