MÄRCHENERZÄHLER Kita Weiße Taube
Dokumentation Smart-Board Reise
Kita „Weiße Taube 1“
Juli- August 2012
Projekt: „Märchenerzähler“
2 Kindergruppen ( 12 und 4 Kinder) im Alter von 3 bis 5 Jahren, in halboffener Arbeit
Die Kinder erzählten sich bereits seit einigen Tagen selbst ihre Gute- Nacht- Geschichten. Stolz nahmen sie auf unserem „Märchenerzähler-Stuhl“ platz und alle lauschten aufmerksam dem Erzähler. Um diese Momente festzuhalten, nahmen wir die Märchen und Geschichten der Kinder mit dem digitalen Mikrophon auf. Die Kinder sind bereits mit diesen Medien bekannt, sodass sie dadurch keine Scheu entwickelten. Im Gegenteil, sie waren begeistert sich selbst im Nachhinein immer wieder hören zu können. Für uns brachte es den Vorteil, auch leise oder undeutlich gesprochene Textstellen für das Sprachlerntagebuch dokumentieren zu können. Voller Stolz präsentierten sie die schriftlich festgehaltenen Erzählungen ihren Eltern und begannen eifrig entsprechende Bilder dazu zu malen.
Mit der Handhabung der verschiedenen Werkzeuge am Smart-Board waren die meisten Kinder aus vorangegangenen Projekten bereits vertraut. Kleine Veränderungen des neuen Programms fanden wir im gemeinsamen Ausprobieren schnell heraus. Wir beobachteten, dass einzelne Kinder, denen das Smart-board noch fremd war zurückhaltend und zaghaft reagierten, während die anderen ohne Hemmungen ausprobierten. Sie gaben sich gegenseitig Hinweise, machten Vorschläge, achteten auf Rücksichtnahme und Sorgfalt und wechselten sich gegenseitig ab.
Die Kinder überlegten, was sie zu den einzelnen Geschichten malen könnten und sprachen sich ab. Als erstes sollte zum Märchen „Rotkäppchen“ eine Gemeinschaftsarbeit entstehen. Einzelne Figuren und Gegenstände wurden von den Kindern gemalt, die nun zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden sollten. Jetzt stießen wir an unsere Grenzen. Nirgends war eine Schere oder dergleichen zu finden. Egal, was wir probierten, es wollte uns nicht gelingen. Wir fanden eine Notlösung. Im Paint-Programm schnitten wir die Bilder aus, und fügten sie zusammen. Jetzt hatten wir zwar noch die weißen Hintergründe auf dem Bild, aber immerhin ein Ergebnis, was sich sehen lassen konnte.
Zum Glück besuchte Sabine, unsere Erzieherin zu dieser Zeit eine Weiterbildung und kam mit ganz neuen Erkenntnissen zurück. Wir hatten es uns wieder einmal viel zu kompliziert gemacht. Das Ausschneiden und Zusammenfügen ist in Wirklichkeit ein „Kinderspiel“. Jetzt konnten das die Kinder sogar fast allein. Voller Begeisterung und Staunen zogen sie ihre Bilder groß oder klein, verschoben und überlagerten sie bis sie alles an die richtige Stelle auf dem Bild gerückt hatten.
Nun ging es zügig voran. Zu allen erzählten Geschichten und Märchen gestalteten wir eine Gemeinschaftsarbeit. Alle halfen mit. Auch die Kinder, die anfänglich etwas zaghaft waren hatten sichtbar ihren Spaß an der Arbeit und den Ergebnissen. Die entstandenen Bilder druckten wir aus, laminierten sie ein und unser eigenes Märchenbuch war fertig.
Fast! Etwas fehlte noch.
Bei einem „richtigen“ Buch gibt es doch Autoren und Illustratoren. Schnell nutzten wir noch die letzten Tage uns mit unserem Namen auf der Rückseite des Buches zu verewigen. Bei dieser Gelegenheit entdeckten noch einige Kinder verschiedenen Stiftarten, die sie bisher noch nicht ausprobiert hatten. Die Bilder und die Tonaufnahmen haben wir in Powerpoint noch zu einem digitalen Bilderbuch zusammengefügt und jeder kann sich die Geschichte seines Lieblingserzählers immer wieder zu Hause anhören.
Schon jetzt freuen wir uns auf die nächste Gelegenheit, wieder einmal am Smart-Board arbeiten zu dürfen.
T
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