Dienstag, 24. April 2012

Projekt Kita Wiesenstr.

Smartboardgestütztes "Pojekt" der Kita Wiesenstr.

Die ersten drei Tage haben wir dafür verwendet, um die Kinder wieder an das Smartboard und den Umgang damit zu gewöhnen. In diesen Tagen hatten zunächst alle Kinder der Gruppe die Möglichkeit sich an dem Smartboard auszuprobieren. Die meisten Kinder erinnerten sich noch gut an die Anwendungen und Funktionen, da das letzte Smartboard Reise 2 Go Projekt noch nicht lange her war. Das Malprogramm wurde von den Kindern am meisten genutzt. Jedoch konnten einige Kinder nicht damit umgehen, ihre begrenzte Zeit am Smartboard einzuhalten.

Für die Gruppe der Vorschulkinder, die aus 5 Kindern besteht, haben wir im Vorfeld das Thema „Mein Kiez“ ausgewählt. Beobachtungen und Feststellungen aus dem Kita Alltag und Gespräche mit den Kindern haben gezeigt, dass einige ihre eigene Umgebung (ihren Kiez) noch zu wenig kennen und sich vielen Institutionen, Geschäften, Schulen, etc. die ihr direktes Lebensumfeld darstellen, gar nicht bewusst sind. Unser Ziel war, das nähere und bewusste Kennenlernen der Umgebung über die Straße des Wohnorts hinaus. Zudem haben wir das „Projekt“genutzt, um die Kinder mit ihrem zukünftigen Schulweg vertraut zu machen. Hierbei spielte auch das Thema „Verkehrserziehung“ eine große Rolle, welches wir bei unseren Ausflügen stets mit einfließen ließen.

 

Der Aufbau des Projektes „Mein Kiez“ sah so aus, das wir zunächst jedem Kind die Gelegenheit gaben, der Vorschulgruppe einen Vormittag lang von ihm ausgewählte Orte zu zeigen. Dies begann in der Regel mit dem Wohnort und führte uns im Laufe des Projektes vorbei an Ärzten, Supermärkten, Spielplätzen, Gemüseläden, Spätis und Schulen. Wir haben versucht den Kindern freie Hand zu lassen, indem wir sie mit einer Camera ausstatteten und sie uns den Weg selbstständig zeigen durften. Besonderheiten der Umgebung die die Kinder nicht von selbst zeigten haben wir als Erzieher mit eingebracht.

Die Kinder haben durch das Projekt viel an Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein gewonnen. Jedes Kind hat bei unseren Ausflügen stolz seine besonderen Plätze vorgestellt, das eine Kind mehr, das andere weniger. Trotzdem waren sie alle mit viel Motivation uns Freude dabei. Leider war es immer eine personelle Herausforderung diese Ausflüge zu unternehmen, da immer zwei Erzieher/innen dabei sein mussten.

Die Ausflüge mit den Kindern hielten nicht nur mit Fotos, sondern auch mit Hilfe eines Camcorders und eines Diktiergerätes fest. Die Kinder sollten dabei selbst herausfinden, welche Geräusche wir unterwegs aufnehmen können.

 

Nach den Ausflügen haben wir gemeinsam die Aufnahmen angesehen und ausgewertet. Die Grundidee war, die Videos, Fotos, sowie die Geräusche in Kartenausschnitte von „GoogleMaps“ so einzufügen, das sie sich öffnen, wenn man die mit einem Pfeil markierten Stelle berührt. Aus zeitlichen Gründen konnten wir dies leider nicht zusammen mit den Kindern umsetzen. Dies lag einerseits daran, dass die Anwendung an sich schon sehr zeitintensiv war und zudem der Tag der Abgabe des Smartboards immer näher rückte. Somit haben wir Erzieher diese Arbeit am Laptop übernommen um zum Schluss auch ein Ergebnis zu haben, womit die Kinder etwas anfangen können. Jeder durfte zum Abschluss seinen „interaktiven“ Kartenausschnitt vor der Gruppe vorstellen. Die einzelnen Fotos und Videos wurden bei der Präsentation nochmals von den Kindern sprachlich begleitet und der Gruppe voller stolz vorgestellt.

Um die Arbeit auch nach außen für andere Gruppen und Eltern transparent zu machen, haben wir alle Kartenausschnitte zu einer großen Übersicht zusammengefügt und für alle sichtbar ausgehängt. Besondere Stellen wie z.B. die Wohnorte der Kinder haben wir mit Fotos und Bindfaden verbunden und damit kenntlich gemacht.

 

Das Projekt hat uns gezeigt, das die Kinder zwar ihre persönlichen Anlaufpunkte im Kiez ziemlich gut kennen, jedoch die sonstige Umgebung und ihre Besonderheiten, Geschäfte und Plätze nicht oder nur geringfügig wahrnehmen. Durch die bewusste Auseinandersetzung mit dem Kiez haben die Kinder unserer Ansicht nach gelernt jetzt mit offeneren Augen durch die Straßen zu laufen und die Umgebung besser wahrzunehmen. In dem Punkt Verkehrserziehung sind die meisten Kinder zwar aufmerksamer geworden, jedoch muss man einige von ihnen auch auf Straßen die sie täglich laufen immer wieder daran erinnern, an welchen Stellen man nach Autos schauen muss. Hier benötigen sie noch mehr Übung um routiniert und sicher durch den Straßenverkehr gehen zu können.

Mit dem Verlauf und dem Ergebnis sind wir im Großen und Ganzen zufrieden. Wir hätten uns trotzdem mehr Zeit gewünscht, um die Kinder noch besser in die Umsetzung und Auswertung am Smartboard miteinzubeziehen.

 

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